Geschichte

 

 

Übersicht

 

 

 

Das Wappen

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Die erste urkundliche Erwähnung Thüngens

Am 19. April 788 wird der Ort Thüngen erstmals urkundlich erwähnt. Auf einer Seite des "Codex Eberhardi" heißt es in der linken Spalte ab der 12. Zeile:
"... Manto comes et frater eius Megingoz tradiderunt sancto Bonifacio bona sua in his locis: Isinhusen, Wanchei, Heselere, Tungede, Binizfelt, Hoholtesheim, Steti, Bucheled ...",
was übersetzt bedeutet:
"... Manto mit seinem Bruder Megingoz übergeben dem heiligen Bonifatius ihre Güter in folgenden Orten: ..., Thüngen, ..."
Wir erfahren hier, dass Manto und sein Bruder dem Kloster des Bonifatius in Fulda ihre Besitzungen im Werngau für den Fall schenken wollen, wenn sie von dem geforderten Kriegszug nicht mehr zurückkommen sollten. Da es sich bei den Besitztümern um das Erbe ihres Vaters Macco handelt, muss Thüngen schon vor 788 existiert haben.
Der Fund einer  Pflugschar beweist, dass das Gebiet schon vor 3.000 Jahren besiedelt war.

 

 

 

Annahmen zur Entstehung und Herkunft des Namens Thüngen
Der Namen Tungede könnte die fränkische Bezeichnung für den vom Zaun (tún) umschlossenen Raum des Gedinges, des Raumes, in dem das Gericht gehalten wurde (Gerichtsbezirk), sein. Aus diesem uralten fränkischen Wort leitet sich ungezwungen der Name Thüngen (auch Dun-gethi, Tungeden, Tuengen, Tunginden um 1320 und Thongen) ab.
Der Ortsname könnte älter sein, wenn die Annahme zutreffen sollte, dass "Thungidi" eine nichtfränkische Bezeichnung ist. Dann würde der Ortsname als Mahnmal zu erklären sein, das die Römer am Ende der Regierungszeit des Kaisers Augustus unter ihrem Oberbefehlshabers Germanicus im Jahre nach ihrem nicht erfolgreichen Kriegszuges (14 n. Chr.) bis in den Thüringer Wald mit den Überresten ihrer Gefallenen errichteten. Auf diese Erklärung könnten die Flurnamen "Toter Mann", "Brandhöhe", "Totengrund", "Affental" oder "Affertal" beruhen.

 

 

 

einige wenige Zahlen aus der Geschichte

19. April 788 Thüngen wird erstmals urkundlich erwähnt.
14. Januar 1366 Erstmals wird ein Thüngener Bürger genannt: Hans Horn, der die Irmtraud von Kottenheim heiratete.
11. November 1419 Für das neu gegründete Thüngen (um St. Georg) wird eine Dorfordnung erlassen. In diesem Jahr ist das jetzige Thüngen offiziell von sechs Ganerben (Wilhelm, Hilbrand, Dize der Elter, Hans zum Reußenberg, Frische und Dize der Jung) aus dem Hause von Thüngen gegründet worden.
1463 Der Michaelis-Markt (Kirchweih) ist der erste urkundlich erwähnte Thüngener Markt.
1. Februar 1465 Thüngen wird zur Stadt erhoben (erlaubt eine Befestigung mit Mauern und Türmen sowie eine städtische Verfassung. Zünfte dürfen eingeführt werden und Wochenmärkte abgehalten werden. Reuß II. von Thüngen dürfte daran erheblichen Anteil gehabt haben.
28. Juni 1814 Im Zusammenhang mit den Napoleonischen Kriegen wird Thüngen dem Königreich Bayern zugesprochen.
1825 Das Zunftwesen musste eingestellt werden. Damit ist vermutlich auch das Stadtrecht erloschen. Offiziell wurde das Stadtrecht niemals aberkannt.
1846 Gründung der Schlossbrauerei Thüngen durch Wilhelm, Wolfgang und Hanskarl von Thüngen.
16. April 1879 Der erste Zug fährt durch Thüngen.
1885 Gründung der "Anstalt", des ersten Kindergartens.
18. Mai 1892 In Gegenwart des Prinzen Ludwig von Bayern wird die (erste) Ludwigslinde auf dem Planplatz gepflanzt.
18. April 1913 Der Maurer Georg Benkert und sein damals noch minderjähriger Sohn Josef Benkert II erwerben vom Markt Thüngen Grundstücke auf dem Forstberg, um darauf einen Steinbruch zu gründen. Der Kaufvertrag wird verfasst vom Königlichen Notar Christian Maltz vom Notariat Karlstadt.
21. Mai 1980 Der Gemeinderat stimmt dem gestalteten Wappen zu.
29. und 30. März 1981 Erste Gewerbeausstellung "Schaufenster Thüngen"
15. April 1981 Gründung der Werbegemeinschaft "Schaufenster Thüngen"
1983 Wahl der ersten Thüngener Bierkönigin Barbara Holzer. Nachfolgerinnen waren Christine Benkert, Birgit Stamm und Ursula Schäfer.
10. September 1994 Feierliche Einweihung der neuen Kläranlage vom Typ "belüftete Teichanlage".
 14. März 2002 Anschluss der Nachbargemeinde Heßlar an die Thüngener Kläranlage
2. Juni 2002 Empfang am Rathaus für die Fußballer des FC 1920 Thüngen, die die Meisterschaft in der A-Klasse Würzburg-5 gewonnen haben und nun in die Kreisklasse aufsteigen werden.
11. November 2002 Die Adresse www.markt-thuengen.de wird eröffnet.
8. Februar 2003 Erste Trauung im Renaissance-Saal des Burgsinner Schlosses in Thüngen. Es heiraten von Yvonne und Rene Mücke.
24. und 25. Mai 2003 Altortfest zum Abschluss der Arbeiten zur Altorterneuerung. Dabei wird auch der Brunnen auf dem Planplatz eingeweiht.
19. April 2004 Das Wehr an der Wern ist wieder instand gesetzt.
1. August 2004 Die Regierung von Unterfranken löst die Volksschule Thüngen mit Grund- und Hauptschule auf.
In Thüngen gibt es fortan nur noch die Grundschule Thüngen. Zum Schulsprengel gehören weiterhin noch Grundschüler aus Binsfeld und Halsheim. Stettener Grundschüler gehören auch dazu, werden jedoch in Stetten unterrichtet.
8. Juli 2005 Einweihung des neuen Häuschens für die Gemeindewaage am nördlichen Ortseingang
Einweihung der WC-Anlage auf dem Freizeitgelände
29. April 2006 Eröffnung der Bücherei im Obergeschoss des Rathauses
6. Mai 2006 Feldgeschworenentag des Distrikts Karlstadt in Thüngen
20. und 21. Mai 2006 Altortfest
19. Dezember 2007 Anschluss der Nachbargemeinde Stetten an die Thüngener Kläranlage
1. März 2008 Eröffnung der drei Wanderwege "Schau ins Land", "Ins Werntal" und "Um die Wengert"
4. Juli 2009 Feierlicher Abschluss der Altortsanierung am Bangerts im Rahmen des Altortfestes

8. Januar 2010

Beginn der Bauarbeiten am Solarpark

21. Oktober 2010

Offizielle Eröffnung des Solarparks

23. Juli 2011

Offizielle Eröffnung des Wasserwerkes mit der Osmoseanlage. In Betrieb genommen wurde die Anlage am 30. Dezember 2010.
   

Thüngener Heimatbuch
Die umfangreiche Geschichte des Marktes Thüngen wird im Heimatbuch von Fritz Kugler beschrieben, das im Jahre 1988 zum 1200jährigen Jubiläum des Marktes Thüngen erschienen ist.
Deshalb soll zum heutigen Zeitpunkt auf der Homepage die Geschichte des Marktes nicht tief greifend beschrieben werden.

Das Buch wird im Thüngener Rathaus für 19 Euro angeboten.

   


Eine Seite der Münze ganz groß

Zum 1200jährigen Jubiläum hat der Markt Thüngen eine Gedenkmünze prägen lassen.

Die Münze wird für 23 Euro im Rathaus angeboten.

Eine Seite der Münze ganz groß

 

 

 


Das Wappen der Familie von Thüngen, Lutzsche Linie
Die Familie der Freiherren von Thüngen

Die Geschichte des Marktes Thüngen und der Familie der Freiherren von Thüngen ist eng miteinander verflochten. Das Fränkische Adelsgeschlecht ist im Nordbayerischen Raum seit 1100 ansässig.

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Historisch: Schlossanlage mit Unterhof
Burgen und Schlösser in Thüngen

Im Raum Main-Spessart und der Rhön sind zahlreiche Schlösser und Burgen mit dem Namen Thüngen verbunden. Das Bild der Werntalgemeinde Thüngen selbst wird geprägt durch eine Schlossanlage, die sich inmitten der Parkanlage "Bangerts" befindet.

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Gedenken

an die "Gefallenen, Vermissten und Heimkehrer aus der Zeit von 1939 - 1945" durch diese Tafel, die im Foyer des Rathauses angebracht ist und durch Stelen in der Mitte des Planplatzes.

   

Fritz Kugler

Ortschronist

Fritz Kugler wurde am 3. Dezember 1920 in Halbendorf (Schlesien) geboren. In Breslau studierte er Pädagogik mit dem Ziel, Lehrer zu werden. Während des Krieges wurde er als Angehöriger der Luftwaffe an unterschiedliche Standorte versetzt. Am 1. Mai 1945 geriet er am Kochelsee in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Nach kurzer Zeit kam er wieder frei, weil er sich als Angestellter der Eisenbahn ausgab, die schnell wieder in Gang kommen sollte. Am 16. Oktober 1945 in den bayerischen Schuldienst ein und legte in Bayern sein Staatsexamen ab.

1948 heiratete er in Hofstetten die aus Parchwitz in Schlesien stammende Ilse, die er nach dem Krieg in Potsdam wiedertraf. 1950 und 1953 kamen die beiden Töchter zur Welt, die heute in Heßdorf und Kitzingen wohnen und beide ebenfalls als Lehrerinnen arbeiten. Seine erste Stelle als Lehrer führte ihn von 1948 bis 1952 nach Billingshausen. 1952 bewarb er sich für eine Lehrerstelle in Thüngen, die er bis zu seiner Pensionierung innehatte. Von 1952 bis 1967 war er Lehrer und stellvertretender Schulleiter an der evangelischen Schule in Thüngen, von 1967 bis 1969 an der gemeinsamen Schule und ab 1969 an der Verbandsschule. 1982 trat er als Oberlehrer in den Ruhestand.

Fritz Kugler war in der Kommunalpolitik und in der Kirche aktiv. Von 1972 bis 1990 war er im Marktgemeinderat, wobei er von 1972 bis 1978 dritter Bürgermeister war. "Ich bin noch das letzte lebende Gründungsmitglied der Freien Wähler in Thüngen", betont er. Darüber hinaus war er Kassierer in der evangelischen Kirche von 1952 bis 1964 und Vertrauensmann von 1978 bis 1990. Mit dem Schreiben begann er bereits 1937 in seiner Heimat beim "Striegauer Anzeiger" in Schlesien. Viele Jahre war er freier Mitarbeiter der Main-Post und der Werntal-Zeitung.

Fritz Kugler ist der Autor der Thüngener Ortschronik. Er trug alle wichtigen Informationen seiner Wahlheimat zusammen und verfasste das "Thüngener Heimatbuch", in dem die Geschichte sowie das gesellschaftliche und politische Leben der Marktgemeinde beschrieben werden. Aus seiner Feder stammen auch die Bücher "Thüngen in Zahlen" (bis 1983) sowie die zweite erweiterte Ausgabe "Markt Thüngen - Ereignisse aus seiner Geschichte" mit Zahlen und Fakten bis 2008. Für eine weitere Ausgabe sei der Grundstein schon gelegt“, erklärte der Jubilar an seinem 90ten Geburtstag schmunzelnd. Das Jahr 2009 sei fertig und 2010 nähere sich der Vollendung.
 

   

Wolfgang Hanel

Heimatpfleger

Wolfgang Hanel wurde am 2. April 2012 vom Gemeinderat zum Heimatpfleger bestellt. Gemeinsam mit dem Ortschronisten Fritz Kugler ist er Ansprechpartner für die geschichtlichen Angelegenheiten rund um den Markt Thüngen. Dazu gehören u. a. die Ortsgeschichte, Baudenkmalpflege, Bodendenkmalpflege, Bau- und Kunstdenkmalpflege, Volkskunde und Schrifttum. Selbstverständlich ist der Heimatpfleger auch in laufende Projekte involviert wie z. B. Wanderwege, kulturelle und gesellschaftliche Ereignisse, usw.

Kontakt:
09360 1543
wolfgang.hanel@markt-thuengen.de

 

Jörg Ackermann

Von Nov. 2002 bis Nov. 2011 war Jörg Ackermann als Heimatpfleger für den Markt Thüngen tätig. Sein überraschender Tod am 12. November 2011 beendete sein kreatives Schaffen jäh.

Schwerpunkte seiner Tätigkeiten waren die Gestaltung von grafischen Elementen aus und für das Ortsbild Thüngens sowie die Dokumentation historischer Gebäude. 1941 in Neubrandenburg geboren, kam er 1944 nach Thüngen. Nach dem Abschluss einer Maurerlehre und einem Architekturstudium übernahm er die Leitung des Sägewerkes Kämpf in Thüngen. Seit Oktober 2002 war der dreifache Familienvater im Ruhestand. Auch durch seine Hobbys (Zeichnen, Malen, Holzbildhauerei, Fotografieren) und seine 40jährige Tätigkeit als Chorleiter des Männergesangvereines Thüngen war er für den Markt Thüngen eine Idealbesetzung für das Amt des Heimatpflegers. Als langjähriger Jagdpächter und Wildheger kannte er auch die Thüngener Flur bestens und war zeitgleich auch Naturschutzbeauftragter. Jörg Ackermann komponierte das Thüngener Heimatlied und gestaltete u. a. die Tafeln der Wanderwege rund um Thüngen sowie das Goldene Buch der Gemeinde. Für die Jahre 2009 und 2010 zeichnete Jörg Ackermann jeweils zwölf Aquarelle für einen Thüngener Kalender. Für die Titelseite von www.markt-thuengen.de fertigte er auf Wunsch von Wolfgang Heß eine Zeichnung mit Thüngener Motiven an. Er war ein kompetenter, zuverlässiger und geschätzter Ratgeber, ein kreativer Kopf und begnadeter Maler. Sein Wirken war für die Gemeinde von sehr großem Wert. 
 

 

 

 

 

Die ehemaligen Bürgermeister von 1900 bis 2002

Armin Weber

1978 - 2002

Hanns Stilp

1972 - 1978:

Heinrich Schmidt

1962 - 1972

Georg Fürst

1956 - 1962

Lorenz Schmidt

1945 - 1956

Kaspar Büttner

1935 - 1945

Ernst Schmidt

1933 - 1935

Adam Lauer

1922 - 1933

Karl Müller

1906 - 1922

Karl Hildenbrand

1900 - 1905